Zuletzt aktualisiert am 28. Juni 2024, 09:56 Uhr
 
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Zugsunglück in Villach-Fürnitz – HFW Villach unterstützt Großeinsatz

Techn. Rettung > Verkehrsunfall
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Einsatzort Details

Fürnitz Villach
Datum 20.01.2023
Alarmierungszeit 04:30 Uhr
Alarmierungsart kein Bild
eingesetzte Kräfte

Freiwillige Feuerwehr Vassach
Freiwillige Feuerwehr Völkendorf
Freiwillige Feuerwehr Drobollach
HFW VILLACH
Freiwillige Feuerwehr Judendorf
Freiwillige Feuerwehr Pogöriach
Verkehrsunfall

Einsatzbericht

Kurz nach 04:30 Uhr wurde über den Leistellenverbund Kärnten mit dem Alarmstichwort „Zugunfall T VU 5“ unsere Wache alarmiert.

Den ersten Meldungen nach gab es eine Zugskollision mit Brand und Gefahrstoffbeteiligung im Bahnhof Fürnitz. Für unsere Feuerwehr wurde Vollalarm ausgelöst und in kurzen Abständen rückten ein kombinierter Rüstlösch- und Gefahrstoffzug aus.

Bei Eintreffen unseres Kommandofahrzeuges wurde durch den ersten Zugskommandant Kontakt mit der örtlichen Einsatzleitung aufgenommen, um die weiteren Aufträge bzw. Einsatzzuordnungen unserer Kräfte abzusprechen.

Unser Tank 3 (RTLFA 6500) wurde unverzüglich beim brennenden Zug zur Brandbekämpfung eingeteilt. Unter schweren Atemschutz wurde mittels Mittelschaumrohr ein Löschangriff vorgenommen, welcher rasch Wirkung zeigte.

Des Weiteren wurde unser Tank 2 (TLF-A 4000) auf die Nordseite der Gleisanlage beordert um von dort aus, gemeinsam mit weiteren Feuerwehren von Villach-Land, die Löschmaßnahmen durchzuführen. Durch unser Atemschutzfahrzeug wurde gegenüber des Rüsthauses Fürnitz der Atemschutzsammelplatz aufgebaut und die verbrauchten Atemluftflaschen wieder befüllt.

Das KRWF-Tunnel wurde zu einer der zwei verunfallten Lokomotiven im Bahnhofbereich zur vermeintlichen Personenrettung beordert. Diese musste jedoch glücklicherweise nicht durchgeführt werden, da der Lokführer die Fahrerkabine selbständig verlassen konnte.

Zur genaueren Lageerkundung wurde seitens des Abschnittsfeuerwehrkommandanten des Abschnittes Dreiländereck, ABI Ing. Michael Miggitsch, die Einsatzdrohne unseres Kommandofahrzeuges zur genaueren Beurteilung der Schadenslage von oben angefordert. Durch das Einsetzen der Drohne erhielten wir rasch eine genaue Übersicht über die verkeilten Züge.

Vom Bezirk Villach-Stadt wurden auf Anforderung durch die örtliche Einsatzleitung weitere Atemschutzträger der Feuerwehren Vassach, Pogöriach, Judendorf, Drobollach und Völkendorf alarmiert. Außerdem wurden diese zusätzlichen Tanklöschfahrzeuge teilweise zur Wasserversorgung eingesetzt.

Da auf der Nordseite mehrere Kesselwaggons mit zigtausenden Litern Düsenkraftstoff (UN 1863) umgestürzt waren und aus Leckagen von zwei Waggons der Schadstoff austrat, wurde unser GSF gemeinsam mit dem GSF Arnoldstein zum Auffangen und Abdichten dorthin beordert. Unterstützt wurden wir dabei von der Feuerwehr Faak und Kräften aus Finkenstein. Als Erstmaßnahme wurden hier zwei mobile Auffangwannen unter die Waggons gelegt um weiteren Treibstoff aufzufangen.

Um ein gefahrloses Arbeiten bei der Austrittsstelle zu gewährleiten wurde bei dem massiv leckgeschlagen Waggon ein Mittelschaumteppich aufgebracht. Danach konnten zwei unserer Einsatzkräfte, ausgerüstet mit Chemieschutzanzügen und schwerem Atemschutz die Leckagen sichten und teilweise mit Holzkeilen und Leckdichtpaste verschließen.

Nachdem eine stabile Lage hergestellt werden konnte, rückten wir nach rund viereinhalb Stunden vom Einsatzort ab. Unsere Wache stand mit 11 Einsatzfahrzeugen und 45 Kameradinnen und Kameraden zur Unterstützung der Feuerwehren Villach-Land im Einsatz.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für die tolle und vor allem wertschätzende Zusammenarbeit bei diesem Großschadensereignis.

 

sonstige Informationen

Einsatzbilder

 

 

logo feuerwehrverband

Hauptfeuerwache Villach
Kommandant
HBI Harald Geissler
0664 60 205 5110

Kommandant Stellvertreter
OBI Martin Regenfelder
0676 50 19 407

Kasernengasse 3
A-9500 Villach
+43(0)4242/205-5100
+43(0)4242/205-5199
kommando@feuerwehr-villach.at

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